Was für Menschen werden die Kinder, die ab 2020 geboren werden? Dieser Ausblick definiert, präsentiert und diskutiert die Generation Alpha, die Kinder der ersten Digital Natives.

Definition: Wer ist die Generation Alpha? 

Der Trend der alphabetischen Generationenbezeichnungen begann in den 60er-Jahren mit der Generation X. Die beiden folgenden Generationen werden daher, wenig geistreich aber konsequent, als Generation Y (geboren 1980 – 1999) und Generation Z (geboren 2000-2019) bezeichnet. Das prägendste Merkmal für die Generation Z  ist, dass sie die erste Generation ist, die bereits mit Smartphones aufwächst und ein Leben ohne Smartphone nicht mehr kennt. Für die Generation Z ist es normal, die Hausaufgaben mit Künstlicher Intelligenz (AI) zu erledigen („Alexa, durch welche Länder fließt die Donau?“) und sie erleben, wie Freiheit und Demokratie sich neu erfinden müssen. Die Generation Z sind die letzte Generation einer Welt, von der man glaubt sie hätte eine Ordnung. Gleichzeitig ist die Generation Z quasi der Beta-Tester einer Welt nach den größten globalen Umbrüchen der Nachkriegszeit. Für die Generation Alpha wird die stete Veränderung von Ordnungen Normalität sein.

Trends mit Einfluss auf die Generation Alpha

Betrachtet man die Ergebnisse der Studie „Junge Deutsche“ von 2010 bis 2018, so zeigen sich drei Trends sehr klar:

  1. Die Familie wird wichtiger (weil digitale Freunde nicht da sind, wenn es uns schlecht geht)
  2. Der Leistungsdruck nimmt zu (weil uns das schöne Leben der anderen dank social Media immer verfolgt)
  3. Die Angst vor der Zukunft steigt (weil Krisen und Preissteigerungen unseren Wohlstand bedrohen)

Die große Frage ist, wie sich diese Trends weiterentwickeln und auf die Kinder der Generation Y und Z, die Generation Alpha, auswirkt. Die Generation Y kennt noch eine Welt ohne Smartphones, mobiles Internet und Social Media. Der vielleicht größte Unterschied, den Sie bei der Generation Z beobachten können, ist die zunehmende Unverbindlichkeit bzw. Entscheidungen sind nur ein Zwischenschritt, bis sich etwas besseres ergibt. Die Digitalisierung des Umgangs mit anderen Menschen, führt zu dem Gefühl, dass es immer 1000 Möglichkeiten gibt und dass es ein bisschen egal ist, ob ich mich an Vereinbarungen halte.

Die Eltern der Generation Alpha

Eine Mutter in Deutschland ist im Jahr 2016 durchschnittlich 30 Jahre alt bei der Geburt ihres ersten Kindes – 1975 war sie im Schnitt 25 (alte Bundesländer) bzw. 22 (DDR) Jahre alt. Mittlerweile wollen Frauen vor der Familiengründung reisen, einen Beruf lernen oder studieren, im Job ankommen und am besten verbeamtet werden. Die Maxime lautet: erst Spaß, dann maximale Absicherung. Die emanzipierte Frau möchte trotz Kinder auf Karriere nicht verzichten und der emanzipierte Mann möchte trotz Karriere nicht auf die aktive Teilnahme im Familienleben nicht verzichten. Wozu führt das?

  • Die glückliche Familie zählt zu den Top-Stories der Eltern auf Social Media
  • Der Leistungsdruck der Eltern überträgt sich dadurch schon früher auf die Kinder
  • Verlässliche Orientierung für berufliche Zukunft gibt es nicht mehr – im Zweifel mehr Bildung
  • Erziehung ist anstrengender, weil Eltern versuchen alles zu wissen und richtig zu machen
  • Was noch? (kommentieren Sie bitte)

Das Leben der Generation Alpha 2060

Wagen wir einen Blick auf das Leben eines 30-jährigen Mannes, der 2030 in Deutschland geboren wird? Nein. Lassen wir uns überraschen.

Doch eines ist sicher:
Eine der wichtigsten Fähigkeiten in Zukunft wird es sein, alles Digitale einmal beiseite zu legen und zu sich selbst zu finden. Manche nennen das Meditation. Denn tief in uns wissen wir, was wir wirklich wollen und was gut für uns ist. Durch das permanente Kommunizieren und online sein, ist es schwerer das herauszufinden.

Die Voraussetzungen für ein gutes Leben der Generation Alpha ist,
dass ihre Eltern lernen abzuschalten.