Was ist die Zukunft der Generation Z? Das ist eine wichtige Frage, wenn man weiß, dass 39 Prozent der 14-17-JĂ€hrigen in Deutschland Angst vor der Zukunft haben. In diesem Beitrag prĂ€sentiere ich die Ergebnisse eines Zukunftsworkshops mit SchĂŒlern im Rahmen der AllgĂ€uer Berufsoffensive. 

Das vielleicht ĂŒberraschendste Ergebnis dieses Zukunftsworkshops war, wie stark die WĂŒnsche der AllgĂ€uer Jugendlichen das Leben ihrer Eltern widerspiegeln: glĂŒckliche Familie, Haus, Job der Spaß macht … kurzum ein happy Life. FĂŒr den Zukunftsworkshop „Junge Deutsche 2030“  mit dem Jugendforscher Simon Schnetzer kamen 15 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler aus Kempten, ObergĂŒnzburg, Pfronten und Sonthofen in die Redaktion der AllgĂ€uer Zeitung in Kempten. Einen Vormittag lang blickten wir in die Glaskugel, um die Zukunft der Generation Z im AllgĂ€u zu sehen.

Die grĂ¶ĂŸte Schwierigkeit: Entscheidungen treffen

Die Ergebnisse der aktuellen Studie Junge Deutsche 2017 geben viel Aufschluss ĂŒber die Lebenssituation der Jugendlichen und somit der Ausgangslage fĂŒr die Hoffnungen und Erwartungen der Generation Z an die Zukunft. Die fĂŒnf am stĂ€rksten prĂ€genden EinflĂŒsse fĂŒr 14-17-JĂ€hrige sind:

  1. Smartphone-Nutzung: 52%
  2. Leistungsdruck: 50%
  3. Zusammenhalt in der Familie: 45%
  4. Angst vor der Zukunft: 39%
  5. Schwierigkeit Entscheidungen zu treffen: 33%

Jugendliche sind nicht entspannt, wenn sie Entscheidungen treffen, sondern sie setzen sich selbst massiv unter Druck. Dank Smartphones und Internet ist das Informationsangebot zur Entscheidungsfindung unĂŒberschaubar groß.

Was Jugendlichen am meisten hilft in Zeiten von Smartphones,
Leistungsdruck und Angst vor der Zukunft:
Klarheit ĂŒber die eigenen Ziele und wie sie diese erreichen können

Junge Deutsche 2030 – die Zukunft der Generation Z

Ein wichtiger Baustein des Workshops ist die Zukunftsstudie mit genau acht Fragen aus der ich an dieser Stelle beispielhaft einige Antworten prÀsentiere. Die einfachste Frage zum Einstieg.

Wie alt bist du im Jahr 2030?  
27, 28, 29, 30, 28

Was ist die schwerste Entscheidung bis 2030?
Ob ich mich selbstĂ€ndig machen möchte. Welchen Job ich ausĂŒben und in welcher Stadt ich wohnen will. Die Berufsentscheidung. Ob ich eine Familie grĂŒnden möchte. Die Partnerwahl.

Worauf wÀrest du stolz, wenn du es in deinem Leben erreichst?
Auf eine eigene Autowerkstatt und meine eigene Familie. Wenn ich auch nach vielen Jahren noch zufrieden in meinem Beruf bin. Familie oder gutes Einkommen – am besten beides. Ein Haus mit einer glĂŒcklichen Familie. Ein guter Job, Familie und ein glĂŒckliches Leben. Ein großes Hotel zu haben. Ein eigenes Haus und eine gesunde Familie.

Drei Orte, an denen du 2030 gerne leben wĂŒrdest?
MĂŒnchen, Sonthofen, New York / Köln, Italien oder im AllgĂ€u / Brasilien, Amerika, Frankreich / MĂŒnchen oder weiter auf’m Land / USA, Australien, Island / Sonthofen, Norwegen, Fischen

 

SchĂŒler-Beratung: Tipps fĂŒr bessere Entscheidungen

Was lernen Jugendliche, wenn Sie sich mit der Zukunft beschĂ€ftigen? Was die Konsequenzen ihres Handelns im Hier und Jetzt sind. Sie lernen auch, wie sie sich Ziele vornehmen und diese bewusst verwirklichen können. Ein Teil des Zukunftsworkshops ist es daher, dass die Teilnehmer Tipps fĂŒr bessere Entscheidungen fĂŒr Ihre Peer-Group entwickeln. Vielen Dank an dieser Stelle fĂŒr den tollen Einsatz der AllgĂ€uer SchĂŒler/innen. Ihre vier Tipps:

  1. Zukunft der Generation Y - Zukunftsworkshop mit Simon SchnetzerGute Ziele vornehmen
    „Herausfordernde aber machbare Ziele stecken“ => Dann kannst du dein Ziel erreichen und dir neue Ziele vornehmen
  2. Arbeitserfahrung sammeln
    „Mehr Praktikas in Schulen“ => Dadurch bekommst du Einblicke in Firmen, Berufe und den Arbeitsalltag
  3. Berufe verstehen
    „ArbeitskrĂ€fte in die Schule einladen“ => Dadurch erfĂ€hrst du mehr ĂŒber Berufe und Firmen und kannst herausfinden, ob ein Beruf zu dir passt
  4. Karriereentscheidungen treffen
    „Mach‘s nicht fĂŒr‘s Geld, sondern fĂŒr‘s Interesse“ => Du machst deinen Beruf vielleicht ein Leben lang und möchtest dich langfristig mit der Wahl wohlfĂŒhlen

Simon Schnetzer ist Jugendforscher und Top100-Trainer. Mit dem Format Zukunftsworkshop – Junge Deutsche 2030 unterstĂŒtzt er Schulen, Vereine und Regionen, um mit Jugendlichen gemeinsam einen Blick in die Zukunft der Generation Z zu werfen. Das Format ist auf einen halben Tag angelegt und eignet sich fĂŒr GruppengrĂ¶ĂŸen von 10 bis 40 Teilnehmer/innen oder in abgewandelter Form auch fĂŒr Gruppen bis 150 Teilnehmer/innen.