Die Führung der Generation Z stellt viele Unternehmen und Führungskräfte vor große Herausforderungen. In unseren Befragungen von Januar 2025 unter mehr als 300 Führungskräften aus dem süddeutschen Raum hörten wir immer wieder Aussagen wie:
"Es ist keinerlei Bereitschaft vorhanden, nicht mal in Ausnahmefällen, über das absolut selbstverständliche Maß hinaus zu leisten."
und
"Bereitschaft, sich zu engagieren, hängt extrem davon ab, dass die Aufgabe als interessant / wertig erachtet wird."
In unserer Befragung wurden junge Menschen häufig als nicht kritikfähig, unzuverlässig und wenig leistungsbereit beschrieben. Sie seien oft krank, hätten Probleme mit dem Durchhaltevermögen und zeigten mangelnden Respekt. Diese Zuschreibungen spiegeln sich in den Erfahrungen vieler Führungskräfte wider und führen zu Spannungen im Arbeitsalltag.
[.rt-prehead]INHALTSVERZEICHNIS[.rt-prehead]
[.black-link]1. Herausforderungen für Führungskräfte[.black-link]
[.black-link]2. Wie gelingt die Führung von Mitarbeitenden der Generation Z?[.black-link]
[.black-link]3. Erfolgreiche Führung bedeutet Verstehen und strategisches Handeln[.black-link]
[.black-link]4. Soforthilfetipps für Führungskräfte im Umgang mit der Generation Z[.black-link]
[.black-link]5. Fazit[.black-link]
Die Unterschiede in der Arbeitshaltung von jungen Menschen und älteren Generationen können für Führungskräfte zu erheblichen Herausforderungen führen:
Viele Führungskräfte wünschen sich, dass es einfach "läuft" - dass Aufgaben erledigt werden, das Team harmoniert und die Zusammenarbeit gut funktioniert. Sie möchten sicherer im Umgang mit jungen Menschen werden und das Miteinander im Team stärken. Doch wie kann das gelingen?
Um diese Frage zu klären sollten wir zuerst die jungen Menschen selbst fragen, wie sie sich in der Arbeitswelt fühlen und welche Probleme sie im Job erleben. Denn oft wird ihre Perspektive gar nicht einbezogen.
Unsere Trendstudie Jugend in Deutschland 2023 hat gezeigt:
Was ist also mit den 70%, die nicht motiviert und gefördert werden? Würde man selbst voller Energie, kritikfähig und leistungsbereit an die Arbeit gehen, wenn man sich nicht wertgeschätzt und unterstützt fühlt?
Vielleicht machen wir es uns zu leicht, wenn wir über "die Jugend von heute" schimpfen, anstatt unsere eigene Rolle als Führungskraft zu hinterfragen. Wie können wir sie besser verstehen und effektiver führen? Denn nur wer versteht, kann auch verbessern.
Gute Führung heißt, die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu kennen und darauf einzugehen. Dabei geht es nicht darum, sich anzupassen oder Prinzipien aufzugeben, sondern Brücken zu bauen. Der Generationenunterschied zeigt sich oft schon in kleinen Dingen: Während ältere Generationen kurze Telefonate zur Klärung bevorzugen, vermeiden viele junge Mitarbeitende das Telefonieren und kommunizieren lieber über digitale Tools. Für die jungen Mitarbeitenden könnte man also auf ein modernes Kommunikationssystem wie Slack oder asana umsteigen, doch was nützt es, wenn nur ein Teil des Teams dieses neue System nutzen möchte?
Die Kunst der Führung besteht darin, unterschiedliche Bedürfnisse zu vereinen und den Spagat zwischen den Erwartungen der Generationen zu meistern.
Damit dieser Spagat gelingt, ist es wichtig, die Herausforderungen richtig einzuordnen. Dabei ist es lohnenswert und unerlässlich, dass man als Führungskraft das eigene Verhalten regelmäßig reflektiert und versucht, Probleme und Herausforderungen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten:
Nicht alle jungen Menschen entsprechen den gängigen Klischees. Viele von ihnen sind engagiert und zuverlässig – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Ihr Verhalten wird maßgeblich von der Art der Führung beeinflusst. Oft gibt es unausgesprochene Erwartungen, die nie klar formuliert wurden, was wiederum Missverständnisse erzeugt.
Auch die Kommunikation spielt eine große Rolle. Während ältere Generationen sich auf bewährte Methoden verlassen, erleben junge Mitarbeitende den Austausch oft anders. Wenn Transparenz fehlt und Erwartungen unklar bleiben, wächst die Kluft zwischen den Generationen. Deshalb ist es für Führungskräfte unerlässlich, ihr eigenes Verhalten regelmäßig zu reflektieren und Herausforderungen auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Was kannst du konkret tun, um die Zusammenarbeit mit jungen Mitarbeitenden und altersgemischten Teams zu verbessern? Viele klassische Führungsansätze greifen nicht mehr, doch es gibt erprobte Methoden, die dabei helfen, Missverständnisse zu reduzieren und die Motivation im Team zu steigern. Die folgenden Tipps bieten dir wertvolle Ansätze für den Führungsalltag.
Wenn du lernen willst, wie du die Generation Z besser führst und dein Team stärker zusammenwächst, dann informiere dich über unser Next Generation Leadership-Coaching. In unserem vierwöchigen Online-Coaching begleiten wir dich mit persönlichem Feedback, wöchentlichen Live-Coachings und praxisnahen Tipps. Erfahre hier mehr und werde zum Certified Next Generation Leader!
Die Führung der Generation Z und altersgemischter Teams ist herausfordernd, aber nicht unmöglich. Während oft über die mangelnde Leistungsbereitschaft der jungen Generation geklagt wird, zeigt sich, dass Motivation und Förderung durch die Führung eine entscheidende Rolle spielen. Gleichzeitig stehen Führungskräfte vor der Herausforderung, unterschiedliche Arbeits- und Kommunikationsstile zu vereinen und generationsübergreifend für ein produktives Miteinander zu sorgen.
Um erfolgreich mit der Generation Z und älteren Mitarbeitenden zu arbeiten, braucht es Verständnis, strategisches Handeln und eine klare Kommunikation. Führung bedeutet heute mehr denn je, Brücken zwischen den Generationen zu bauen und bewährte Strukturen mit neuen Denkweisen zu verknüpfen. Wer diese Herausforderung annimmt, kann aus den Unterschieden eine echte Stärke machen und die Zusammenarbeit im Team nachhaltig verbessern.