Wie wird eine Region zur Top-Region für die junge Generation? Für das Ruhrgebiet steht ein Schicksalsjahrzehnt bevor. Das Zukunftsforum 2016 war ein Symbol für den Schulterschluss von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Mein Beitrag dazu lieferte die Einstimmung in die Bedürfnisse und Denkweisen der jungen Generation.

Der Jugendforscher Simon Schnetzer gab den Takt vor und der ganze Saal mit 350 geladenen Gästen klatschte den Rhythmus, mit dem junge Menschen über ihre Smartphones wischen. Alle spürten den Rhythmus, mit dem junge Leute entscheiden, ob ihnen etwas gefällt, oder nicht. Und dann: 3 … 2 … 1 … Psssst.

Eine bemerkenswerte Stille machte sich breit in diesem riesigen Raum auf dem Gelände der Zeche Zollverein, wo früher noch der metallene Pulsschlag der deutschen Industrienation geschlagen hat. Diese Stille symbolisierte Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zur jungen Generation.

Das Zukunftsforum 2016 – eine Wegmarke für das Ruhrgebiet

Der Morgen begann mit einer Pressekonferenz, auf der die Zukunftsstudie der RAG-Stiftung vorgestellt wurde. Unter dem Titel „Das Schicksalsjahrzent – Impulse für die Zukunft des Ruhrgebiets und zusätzlicher Blick auf das Saarland“ wurden wichtige Handlungsoptionen und ihre Konsequenzen für Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Bildung untersucht. Das Ende des Bergbaus in der Region steht kurz bevor. Dafür setzen die RAG Stiftung, RAG, Evonik und IG BCE auf einen Schulterschluss und mit der Ruhr Initiative auf ausreichend Kapital, um ein junges, florierendes Ruhrgebiet zu gestalten.

In dem anschließenden Zukunftsforum diskutierten herausragende Denker, Entscheider und Macher zu fünf Themengebieten und Fragestellungen:

  • Junge Generation, Ruhrgebiet und Lebensqualität
    Wie kann das Ruhrgebiet lebenswerter und attraktiver für junge Menschen werden?
  • Junge Generation, Ruhrgebiet und Bildung
    Wie erhöhen Schulen die Chancen von Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern?
  • Junge Generation, Ruhrgebiet und Wirtschaft
    Wie wird das Ruhrgebiet zu einer erstklassigen Adresse für Start-ups und Unternehmensexpansionen?
  • Ruhrgebiet und Integration
    Welches Integrationskonzept braucht das Revier?
  • Image und Medienbild Ruhrgebiet
    Welchen Beitrag können Medien zu einem besseren Image der Region leisten?

Fazit zum Zukunftsforum 2016

Aus meiner Sicht war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Es waren die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und ich spürte diese Energie und den Tatendrang, mit dem im Revier viel bewegt werden kann. Viel wichtiger aber als das einzelne Event finde ich, dass es im Rahmen eines längerfristig angelegten Prozesses stattgefunden hat, der ganz bewusst auf die Einbindung junger Menschen setzt und potenziell sehr wirkungsvolle Projekte umsetzt.

Gratulation den Veranstaltern und #GlückaufZukunft für das Ruhrgebiet.

Glückauf Zukunft

Weitere Informationen: www.glueckauf-zukunft.de
Das Video zum Zukunftsforum 2016: gibt es hier zu sehen

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Simon Schnetzer ist Jugendforscher und Experte für junge Generationen – Generation Y, Generation Z und was danach kommt.